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Bogen ABC

Bogenbegriffe einfach verstehen: von Ankerpunkt und Auszugslänge bis Spine und Zuggewicht. Suche direkt nach einem Wort oder entdecke das Grundwissen Schritt für Schritt.

Einfach anfangen

Die vier Grundlagen vor dem ersten Bogen

Ein passender Bogen entsteht nicht durch eine einzelne Zahl. Händigkeit, Auszugslänge, kontrollierbares Zuggewicht und der dazu passende Pfeil müssen zusammenpassen.

01

Händigkeit bestimmen

Die Zughand benennt den Bogen: Wer die Sehne rechts zieht, schiesst einen Rechtshandbogen. Bei Kreuzdominanz lohnt sich ein Praxistest mit fachlicher Begleitung.

Händigkeit genauer prüfen
02

Auszugslänge messen

Die Auszugslänge beeinflusst Bogenlänge, tatsächliches Zuggewicht und Pfeillänge. Sie sollte nicht geschätzt, sondern sauber gemessen werden.

Auszugslänge berechnen
03

Zuggewicht realistisch wählen

Ein leichter kontrollierbarer Bogen fördert Technik und saubere Wiederholungen. Zu viel Zuggewicht führt schnell zu Ausweichbewegungen und unruhigem Lösen.

Zuggewicht berechnen
04

Pfeil auf den Bogen abstimmen

Spine, Pfeillänge, Spitzengewicht und tatsächliches Zuggewicht wirken gemeinsam. Ein ungeeigneter Pfeil fliegt unruhig und kann ein Sicherheitsrisiko sein.

Pfeil konfigurieren

Vor jedem Schuss

Sicher schiessen

Gutes Material hilft nur zusammen mit klaren Sicherheitsabläufen. Prüfe Ausrüstung und Schussfeld jedes Mal neu.

Vier Regeln, die immer gelten

  • Nie ohne eingelegten passenden Pfeil lösen.
  • Nur auf freies Ziel mit geeignetem Pfeilfang schiessen.
  • Bogen, Sehne und Pfeile vor dem Schiessen kontrollieren.
  • Pfeile erst holen, wenn die Schiesslinie freigegeben ist.

Nachschlagewerk

Bogenbegriffe von A bis Z

Alle Erklärungen sind kurz, verständlich und auf die Praxis ausgerichtet. Die Filter lassen sich miteinander kombinieren.

70 Begriffe Tippe oder wähle einen Filter.
A

Alle ins Gold

Traditioneller Gruss unter Bogenschützinnen und Bogenschützen – verbunden mit dem Wunsch nach guten Treffern.

Technik & Sport
A

Ankerpunkt

Wiederholbarer Berührungspunkt der Zughand im Gesicht. Ein konstanter Ankerpunkt ist entscheidend für gleichmässige Schüsse.

Schiesstechnik
A

Armschutz

Schützt die Innenseite des Bogenarms vor der Sehne und hält weite Kleidung aus ihrer Laufbahn.

Ausrüstung
A

Auszugslänge

Strecke, über die der Bogen bis zum persönlichen Ankerpunkt ausgezogen wird. Sie wird in Zoll angegeben und beeinflusst Bogen, Zuggewicht und Pfeillänge.

Masse
B

Backing

Verstärkende Schicht auf der dem Schützen abgewandten Seite eines traditionellen Bogens.

Bogen
B

Blankbogen / Barebow

Bogen ohne Visier. Beim Blankbogenschiessen wird je nach Reglement mit reduzierten technischen Hilfsmitteln geschossen.

Bogen & Disziplin
B

Befiederung

Naturfedern oder Kunststofffahnen am hinteren Teil des Pfeils. Sie stabilisieren den Pfeil während des Fluges.

Pfeil
B

Befiederungsgerät

Hilfsmittel, mit dem Federn oder Vanes in gleichmässigem Abstand und Winkel auf den Schaft geklebt werden.

Pfeilwerkzeug
B

Bogenarm & Bogenhand

Arm und Hand, die den Bogen halten. Ein Rechtshandschütze hält den Bogen normalerweise links, ein Linkshandschütze rechts.

Schiesstechnik
B

Bogenlänge

Gesamtlänge des Bogens. Bei Recurve- und Langbögen wird sie üblicherweise entlang der Bogenkontur, bei Compoundbögen häufig als Achsabstand angegeben.

Bogenmass
B

Bogenschlinge

Sicherung am Bogen oder Handgelenk. Sie verhindert, dass der locker gehaltene Bogen nach dem Lösen zu Boden fällt.

Ausrüstung
B

Bogenständer

Ablage für den unbenutzten Bogen. Sie schützt Material und hält den Bogen vom Boden fern.

Ausrüstung
B

Brustschutz

Hält Kleidung eng am Körper und schützt den Brustbereich vor Kontakt mit der Sehne.

Ausrüstung
B

Button

Federnd gelagerter, einstellbarer Anlagepunkt für den Pfeil am Recurvebogen. Er unterstützt die seitliche Feinabstimmung.

Bogentechnik
C

Cams

Exzentrische Rollen am Compoundbogen. Ihre Form beeinflusst Kraftverlauf, Auszug und Let-off.

Compoundbogen
C

Center Shot

Grundposition des Pfeils zur Bogenmitte. Sie ist ein wichtiger Ausgangspunkt für die seitliche Abstimmung von Pfeilauflage und Button.

Bogentuning
C

Checker / Sehnenmass

T-förmiges Messgerät zum Prüfen von Spannhöhe, Nockpunkthöhe und weiteren Einstellungen am Bogen.

Messwerkzeug
C

Compoundbogen

Bogen mit Cam- und Kabelsystem. Nach dem höchsten Zuggewicht reduziert sich die Haltekraft im Vollauszug deutlich.

Bogenart
D

Deflex

Bogenform, bei der sich Teile des ungespannten Bogens zum Schützen hin wölben. Gegenbegriff: Reflex.

Bogenform
F

Feldbogenschiessen

Disziplin im Gelände mit wechselnden Distanzen, Winkeln und Lichtverhältnissen. Geschossen wird auf dafür vorgesehene Ziele.

Disziplin
F

FOC / Front of Center

Beschreibt, wie weit der Schwerpunkt eines Pfeils vor seiner geometrischen Mitte liegt. Der Wert beeinflusst Flugverhalten und Stabilisierung.

Pfeilabstimmung
F

Fingerschlinge

Kleine Schlaufe um Daumen und Zeigefinger, die den Bogen nach dem Lösen sichert.

Ausrüstung
F

Flämischer Spleiss

Traditionelle Sehnenbauart, bei der Strangbündel miteinander verdrillt und die Öhrchen eingespleisst werden. Sie ist besonders bei Lang- und traditionellen Recurvebögen verbreitet.

Bogensehne
F

Flu-Flu-Befiederung

Sehr grosse oder spiralförmige Befiederung, die einen Pfeil schnell abbremst und seine Reichweite deutlich begrenzt.

Pfeil
G

Grain

Gewichtseinheit für Pfeile und Pfeilkomponenten. Ein Grain entspricht rund 0,0648 Gramm.

Gewicht
G

Gruppierung

Räumliche Nähe mehrerer Treffer. Eine enge Gruppe zeigt vor allem einen wiederholbaren Schussablauf – unabhängig von ihrer Lage auf der Scheibe.

Training
I

Instinktives Schiessen

Zielmethode ohne klassisches Visier, bei der Blick, Körpergefühl und erlernte Bewegungsabläufe zusammenspielen.

Schiesstechnik
K

Klicker

Auszugskontrolle am Recurvebogen. Beim Erreichen der eingestellten Auszugslänge springt die Metallzunge über den Pfeil und erzeugt ein hörbares Signal.

Bogentechnik
K

Köcher

Behälter für Pfeile. Er wird am Gürtel, Rücken, Boden oder direkt am Bogen befestigt.

Ausrüstung
L

Langbogen

Traditioneller Bogen mit langen, im Grundprofil weitgehend geraden Wurfarmen. Er wird meist ohne Visier geschossen.

Bogenart
L

lb / lbs

Abkürzung für englische Pfund. Im Bogensport wird damit vor allem das Zuggewicht angegeben; ein Pfund entspricht rund 453,6 Gramm.

Gewicht
L

Leitfeder

Markierte Feder am Pfeil, die zur richtigen Orientierung beim Einnocken dient. Ihre Stellung hängt von Bogen und Pfeilauflage ab.

Pfeil
L

Let-off

Prozentuale Reduktion der Haltekraft eines Compoundbogens im Vollauszug gegenüber seinem maximalen Zuggewicht.

Compoundbogen
L

Lösen

Freigabe der Sehne beim Schuss. Ein sauberes Lösen geschieht ohne bewusstes Aufreissen oder seitliches Wegziehen der Hand.

Schiesstechnik
M

Mittelteil / Riser

Zentraler Teil des Bogens mit Griff und Schussfenster. Bei Take-down-Bögen werden daran die Wurfarme befestigt.

Bogen
M

Mittelwicklung

Schützende Umwicklung im mittleren Bereich der Sehne. Hier werden Nockpunkt und Pfeil positioniert, und hier greifen Finger oder Release ein.

Bogensehne
M

Mediterraner Griff

Sehnengriff mit dem Zeigefinger oberhalb sowie Mittel- und Ringfinger unterhalb des Pfeils.

Schiesstechnik
M

Mundmarke

Kleines Bauteil auf der Sehne, das am Mund einen zusätzlichen Referenzpunkt für einen konstanten Anker bildet.

Auszugskontrolle
N

Nachhalten

Ruhiges Beibehalten von Haltung, Blick und Bewegungsrichtung unmittelbar nach dem Lösen. Es verhindert ein vorzeitiges Abbrechen des Schusses.

Schiesstechnik
N

Nocke

Bauteil am hinteren Pfeilende, das den Pfeil definiert auf der Sehne hält. Sitz und Grösse müssen zur Mittelwicklung passen.

Pfeil
N

Nockpunkt

Markierung oder Begrenzung auf der Sehne, an der die Pfeilnocke positioniert wird. Seine Höhe beeinflusst den Pfeilflug.

Bogentuning
P

Peep Sight

Kleine Lochblende in der Compoundsehne. Sie richtet Auge und Visier wiederholbar zueinander aus.

Compoundvisier
P

Pfeilauflage

Auflagefläche am Bogen, auf der der Pfeil vor und während des Abschusses geführt wird.

Bogenzubehör
P

Pfeilschaft

Grundkörper des Pfeils ohne Spitze, Nocke und Befiederung. Material, Länge, Durchmesser und Spine bestimmen seine Eigenschaften.

Pfeil
R

Recurve

Nach vorn gebogener Bereich am Ende eines Wurfarms. Beim gespannten Bogen liegt die Sehne dort teilweise am Wurfarm an.

Bogenform
R

Recurvebogen

Bogen mit Recurves an den Wurfarmenden. Er ist als einteiliger oder zerlegbarer Sport- und traditioneller Bogen erhältlich.

Bogenart
R

Reflex

Bogenform, bei der sich Teile des ungespannten Bogens vom Schützen weg wölben. Gegenbegriff: Deflex.

Bogenform
R

Release

Mechanische Lösehilfe, die vor allem am Compoundbogen eingesetzt wird. Bauart und Auslösung müssen zum Schützen und zur Technik passen.

Ausrüstung
R

Rohschafttest

Vergleich von befiederten und unbefiederten Pfeilen. Er hilft fortgeschrittenen Schützen bei der Abstimmung von Pfeil und Bogen.

Pfeiltuning
S

Schussfenster

Ausgeschnittener Bereich des Mittelteils oberhalb des Griffes. Dort befinden sich Pfeilauflage und gegebenenfalls Button.

Bogen
S

Scheibenpanik

Unwillkürliche Blockade im Schussablauf, etwa zu frühes Lösen oder das Unvermögen, ruhig ins Ziel zu kommen. Strukturierte Übungen und fachliche Begleitung helfen beim Neuaufbau.

Training
S

Sehnenwachs

Pflegemittel für geeignete Bereiche einer Bogensehne. Es schützt Fasern vor Feuchtigkeit und vorzeitigem Verschleiss.

Pflege
S

Spine

Steifigkeit eines Pfeilschafts. Der passende dynamische Spine hängt unter anderem von Zuggewicht, Auszug, Pfeillänge und Spitzengewicht ab.

Pfeilabstimmung
S

Spannhöhe

Abstand zwischen Sehne und definiertem Messpunkt am Griff. Der passende Bereich wird vom Bogenhersteller vorgegeben.

Bogenmass
S

Spannschnur

Hilfsmittel zum sicheren Auf- und Abspannen von Recurve- und Langbögen. Sie verteilt die Kraft kontrolliert auf beide Wurfarme.

Ausrüstung
S

Stabilisator

Gewicht an einer Stange, das die Reaktion des Bogens beeinflusst und dem Schützen ein ruhigeres Zielbild ermöglichen kann.

Bogenzubehör
S

Stringwalking

Blankbogentechnik, bei der die Zughand je nach Distanz unterschiedlich weit unterhalb des Pfeils in die Sehne greift.

Schiesstechnik
T

Tab

Fingerleder zum Schutz der Zugfinger. Verschiedene Formen unterstützen mediterranen Griff, Untergriff oder Blankbogentechnik.

Ausrüstung
T

Take-down-Bogen

Zerlegbarer Bogen mit Mittelteil und abnehmbaren Wurfarmen. Das erleichtert Transport und spätere Anpassungen.

Bogenart
T

Tiller

Differenz der Sehnenabstände an oberem und unterem Wurfarm. Die Einstellung beeinflusst Balance und Reaktion des Bogens.

Bogentuning
T

Trockenschuss

Lösen der Sehne ohne passenden Pfeil. Die Energie bleibt im Bogen und kann Material schwer beschädigen oder Verletzungen verursachen.

Sicherheit
T

Tuning

Feinabstimmung von Bogen, Pfeil und Schütze. Erst eine stabile Schiesstechnik macht kleine Materialänderungen sinnvoll beurteilbar.

Abstimmung
U

Untergriff

Sehnengriff, bei dem Zeige-, Mittel- und Ringfinger unterhalb des Pfeils liegen.

Schiesstechnik
V

V-Bar

V-förmiger Adapter am Mittelteil zur Aufnahme von seitlichen Stabilisatoren. Winkel und Ausrichtung beeinflussen die Balance.

Bogenzubehör
V

Visier

Zielhilfe am Bogen. Ausführung und erlaubte Funktionen richten sich nach Bogenklasse und Disziplin.

Bogenzubehör
W

Wurfarme

Oberer und unterer flexibler Teil des Bogens. Beim Ausziehen speichern sie Energie und geben sie beim Lösen an den Pfeil ab.

Bogen
Z

Zoll / Inch

Längeneinheit für Bogen- und Pfeilmasse. Ein Zoll entspricht genau 2,54 Zentimetern.

Länge
Z

Zuggewicht

Kraft, die beim Ausziehen des Bogens aufgebracht wird. Das tatsächliche Zuggewicht hängt auch von der persönlichen Auszugslänge ab.

Bogenmass
Z

Zughand

Hand, die Sehne oder Release zieht und löst. Sie bestimmt die Bezeichnung als Rechts- oder Linkshandschütze.

Schiesstechnik
3D

3D-Schiessen

Bogensportdisziplin auf dreidimensionale Schaumziele in einem dafür eingerichteten Parcours.

Disziplin

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